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Wer kennt sie nicht, diese Tage an denen einem die Zeit wortwörtlich durch die Finger rinnt und man trotzdem das Gefühl hat, einfach nichts geschafft zu haben? Das Problem an diesem Punkt ist das Zeitmanagement. Richtige Organisation und Priorisierung der Aufgaben helfen, nicht in das gefürchtete Zeitloch zu fallen.

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und manchmal scheinen die sich gar so weit aufzutürmen, dass man kaum eine Möglichkeit sieht jemals wieder aus dem Wald herauszufinden. Da ist guter Rat gefragt beziehungsweise ein sinnvoller Umgang mit unserem wichtigsten Gut: Zeit! Der Tag ist unterteilt in Bereiche für Pausen und für kreative Schaffensprozesse, für Alltägliches und Ungewöhnliches, in Tag und Nacht, in Arbeit und Freizeit. Nur wer alles gut organisiert und sich für jeden Bereich eine Lücke im Zeitplan freischaufelt, der schafft es am Ende zu einem guten Umgang damit. Zunächst gilt es also, planvoll mit dem Tag umzugehen. Das gelingt am Besten, indem die Arbeitszeit möglichst so genutzt wird, wie es am effektivsten geht. Oft vertrödeln wir wertvolle Momente des Tages damit, einfach nur ineffizient zu sein. Hier gilt es dringend nachzubessern und damit den Workflow zu steigern. Das schafft nicht nur Erfolge und eine gute Handlungsstrategie, es sorgt auch für mehr Freizeit, die sich dann mit Hobbys, Freunden und der Familie füllen lässt.

Gelassen planen und bedächtig umsetzen beugt Frust vor

Ausgleiche schaffen ist wichtig, denn nur so bleiben wir entspannt. Was hilft ist sich bewusst Momente zu gönnen, in denen einfach nichts ansteht. Aus dem Fenster starren und den Gedanken nachhängen, mit einer Tasse Kaffee in der Hand die frische Morgenluft genießen und einfach die Akkus wieder aufladen. Das ist wichtig, um motiviert und frisch zu bleiben in Körper und Geist, für alle Anforderungen, die der Tag noch so mit sich bringen wird. Die Aufgabe des Menschen ist es also, zu seinem eigenen Zeitmanager zu werden. Das gelingt am besten mit einem genauen Plan, später kann daraus auch ein richtiges Ritual erwachsen. Wer sich etwas wünscht, der sollte Wege finden die Wünsche in die Tat umzusetzen, aber eben auf eine bedächtige Art und Weise. Ohne Eile und Hast, dafür mit Sinn und klarem Verstand. Dann klappt es mit mehr Zufriedenheit und beugt typischen Begleiterscheinungen von empfundenem Zeitmangel vor wie Erschöpfung, Frust und Burn Out.

Faulheit ist keine angeborene Verhaltensweise, es ist ein erlernter Prozess, der sich durch falsche Routinen manifestiert. Deshalb ist der Weg heraus auch nicht ganz einfach, aber durchführbar mit der richtigen Motivation.

Menschen sind manchmal komisch. Sie können stundenlang auf dem Sofa TV gucken und sich auf einen Film oder ein Computerspiel konzentrieren, aber sie können sich kaum aufraffen, um für einige Minuten Sport zu machen oder das Haus zu saugen. Das liegt daran, dass der innere Antrieb fehlt und einem der Kopf lieber eine andere Möglichkeit vorschlägt, die Zeit zu verbringen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, liegt da zumeist im Auge des Betrachters. Und doch stört sie einen dann doch, die selbstauferlegte Faulheit, die manchmal sogar in ausgeprägte Langeweile umschlagen kann. Schwer ist es trotzdem, einfach aufzustehen und etwas zu tun. Und das hat folgende Gründe:

Wir planen zu viel auf einmal und finden keinen Punkt, an dem wir starten können.
Wir fühlen uns durch die Erwartungshaltung anderer unter Druck gesetzt und entwickeln deshalb eine Abneigung.
Wir setzen uns selbst unter Druck, weil andere das doch auch so machen.

Kleine Schritte in die richtige Richtung

Egal, welcher Grund auf die Ausprägung der eigenen Faulheit zutrifft oder ob es vielleicht sogar mehrere Gründe auf einmal sind, es gibt Wege aus ihr heraus. Und die bedeuten in erster Linie kleine Schritte zu gehen. Oft hilft es schon, die eigene Routine zu hinterfragen und sie abzuändern. Wer zum Beispiel vor dem Fernsehschauen zuerst die Spülmaschine einräumt, der hat ja schon einmal etwas geschafft. Im Laufe der Zeit kommen dann vielleicht andere Aufgaben dazu, wie das Aufräumen des Wohnzimmers oder die Erledigung der Wäsche. Wer sich selbst kleine Ziele setzt und sich anschließend belohnt, der wird schnell feststellen, dass es gar nicht so schwer ist die eigene Routine zu ändern und das damit das eigene Faulsein fast von ganz allein aufhört.

In vielen Theorien zur Motivation fehlt ein bestimmter Punkt: Das Autonomiestreben des Menschen. Erst das macht es möglich, die Motivation zu leiten und sie in gewisse Bahnen zu lenken, wenn denn bestimmte Grundsätze gegeben sind. Jemandem einfach eine Belohnung vor die Nase zu halten reicht nicht aus, selbst wenn die Tätigkeit interessant genug erscheint.

Richard Ryan und Edward Deci (1993 und 2000) haben mit der Selbstbestimmungstheorie einen wertvollen Beitrag zur Motivationsforschung geleistet. Sie selbst stammen aus der Pädagogik und haben deshalb neben den psychologisch bedingten Faktoren menschlichen Handels auch das sozio-kulturelle Umfeld nicht außer Acht gelassen, um bestimmte Anpassungsmechanismen eines Individuums zu erklären und die Auswirkungen dessen auf die eigene Motivation zu untersuchen. Dabei gibt es drei universelle psychologische Grundbedürfnisse: Das Streben eines Menschen nach sozialer Eingebundenheit (affiliation), das Streben des Menschen nach Kompetenz (effectancy) und das Streben des Menschen nach Autonomie (autonomy). Erst wenn alle drei Punkte erfüllt sind, ist eine Steigerung der Motivation zu beobachten.

Wenn extrinsische Motivation allein nicht ausreicht

Ausgangspunkt für diese Untersuchung bildete die Beobachtung, dass extrinsische Belohnungen die Motivation der Probanten eine spannende Tätigkeit auszuüben nicht etwa steigerte, sondern häufig sogar herabsenkte. Es musste also einen weiteren Grund außerhalb dieses Belohnungssystems geben, um motiviert ans Werk zu gehen. Extrinsische Motivation meint dabei die Bereitschaft eine Handlung zu vollziehen aus Gründen wie einer Belohnung oder aus der Angst heraus, eine Strafe zu bekommen. Solche Faktoren haben augenscheinlich nichts mit der eigentlichen Aufgabe zu tun und sie sind immer von Außen gelenkt. Intrinsisch meint hingegen im Menschen verankerte Gründe, also eigene Motivatoren, wie eben die oben genannten drei Elemente der Selbstbestimmungstheorie affiliation, autonomy und effectancy. Eine interessante Beobachtung und ein guter theoretischer Ansatz, der hilft die bisherige Lücke zu schließen die bei vorangegangenen Theorien immer noch klaffte.

Kennen Sie auch Leute, die oft gereizt wirken? Die aufmerksam sind, aber anscheinend nur in Form eines verbalen Angriffsmodus? Die nie authentisch zu lachen scheinen? Die zwar energetisch sind, aber diese Energie eher destruktiv einzusetzen scheinen? Gut, dann kennen Sie das, wenn jemand undifferenziert Hass in sich hat. Oder kennen Sie das auch von sich? Umso besser. Ein Versprechen: am Ende unseres recht lang gewordenen Textes haben wir ein fast omnipotentes Werkzeug für Sie. Mit etwas Enthusiasmus werden sie damit Ihren Hass besiegen. Aber der Reihe nach:

„Besiege Deinen Hass.“ Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wer mir das einmal gesagt hat. Er oder sie hatte auch gar nicht mich gemeint, sondern abstrakt über den, manchen Menschen inne wohnenden, Hass gesprochen. Und wie dieser Hass das ganze Leben jener Menschen vergiftet. Aber der Reihe nach. Warum tragen Menschen ‚Hass‘ in sich? Nicht immer, aber in aller Regel geht es dabei um Selbsthass, wie einer der wichtigsten Psychologen der Neuzeit, Carl Gustav Jung konstatierte. Von ihm stammt das Konzept des „Schattens“, einer atavistischen Verhaltensweise des Menschen an der eigenen Person ungeliebte Anteile abzuspalten.

Der Schatten – Integraler Bestandteil menschlicher Psyche

Der sogenannte Schatten ist ein zentraler Aspekt der Analytischen Psychologie nach C. G. Jung. Das sind diejenigen Teile, Seiten und Eigenschaften eines Menschen, die nicht unserem eigenen Ich-Ideal entsprechen und daher unbewusst abgespalten werden. Das untenstehende Video behandelt alle Grundlegenden Aspekte der Analytischen Psychologie Jungs, ab Minute 3 beginnt es spannend zu werden ;-).

Als Schatten bezeichnen wir nach Jung Seinsweisen, die mit der bewussten Lebensform eines Menschen nicht vereinbar sind. Aufgrund der weitgehenden Unfähigkeit des Menschen die eigenen Schatten-Anteile anzuerkennen („zu sehen“) lassen sich diese nicht „in das gelebte Ich integrieren“. Ein Kernstück der Jung’schen Schattenarbeit besteht in eben diesem Versuch der Integration des Schattens. Hier werden eigene Feindbilder oder Antipathien hinterfragt. Nach Jung finden sich so stets die eigenen, unliebsamen Züge. Diese bekämpfen wir im Außen, um uns nicht mit den Inneren, analogen/ähnlichen Dispositionen beschäftigen zu müssen. Der Ausweg führt nach Jung über die bewusste Konfrontation mit dem Schatten und die Arbeit am Selbst. Nicht unwesentlich bei der Arbeit an den eigenen Schatten kann das erden durch bedeutsame Gegenstände sein. Emotional aufgeladen oder mit Erinnerungen verbunden, wie beispielsweise ein Handschmeichler oder ein Schmuckstück helfen bei der Konfrontation mit dem Selbst, fokussiert und stark zu bleiben. Die Folge ist ein Heilwerden des Selbst über die Versöhnung mit dem Ungeliebten, dem Unsympathischen, dem Gehassten und damit eine bestmögliche Harmonie im gesellschaftlichen Ganzen.


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Verwandte des Hasses: Neid & Missgunst

Neid gilt als der kleine Bruder von echter, tief empfundener Missgunst. Grundsätzlich kennt jeder das Gefühl des Neids. Man spürt es entweder selbst am eigenen Leib. Oder  man wird von dritter Seite her entsprechend konfrontiert. Der Neid ist eine natürliche Emotion. Häufiger selbst empfundener Neid ist aber kein flüchtiges Gefühl mehr, sondern meist ein Ausdruck tiefer liegender Probleme. Oberflächliche Formen des Neides sind solche auf die Schönheit anderer, auf Besitztümer, Begabungen oder vermeintliches Glück. Je nachdem wie sehr ein solcher Neid mich beeinträchtigt im Alltag bzw. dauerhaft beschäftigt kann er als krankhaft oder selbst schädigend eingestuft werden. Artet der Neid allerdings aus zu Missgunst liegt in aller Regel ein schwaches Selbstwert-Gefühl zugrunde. Auch hier sind also die Ursachen weniger im Außen zu suchen als im Innen. Schädlich ist gesteigerter Neid bzw. das explizite ‚Nicht-Gönnen‘, ergo die Missgunst, das langfristig notwendige Gefühl innerer Zufriedenheit verhindert. Die Annahme des Neiders, dass andere aufgrund diverser Umstände glücklicher oder zufriedener seien ist schlicht naiv. Der Neider ist hier oft viel zu lange mit dem Aufrechnen beschäftigt, was wohl ein Dritter an Reichtum, Gesundheit, Glück, schöner Arbeit oder tollem Lebenspartner voraus hat.

Um Neid oder Missgunst zu bewältigen, muss zunächst die eigene Disposition erkannt und akzeptiert werden. Das ist vergleichbar einem Gegenstand im Dunkeln auf den man einen Lichtstrahl richtet. Die Akzeptanz der Tatsache, dass man neidisch und/oder missgünstig ist, darf als halber Weg nach Rom betrachtet werden. Dann aber beginnt die eigentliche Arbeit. In der Folge geht es vor allem darum das Selbstwertgefühl zu steigern. Denn wer in sich und einem geistigen Reichtum ruht, den werden materieller Besitz oder vermeintliches Glück Dritter nicht stören und eher zur Freude Anlass geben. An dieser Stelle weisen wir gerne auf die Tatsache hin, dass mangelndes Selbstwertgefühl oder Minderwertigkeitsgefühle oft tief in der Psyche verankert sind. Daher verweisen wir hier gerne an hauptberufliche Psychologen, die Techniken und Herangehensweisen für Betroffene im professionellen Repertoire haben.

Schlechte Laune

Eher temporärer Natur und viel besser zu beherrschen sind die rein chemischen Aspekte von Hass bzw. ’schlechter Laune‘, ergo der kleinen Schwester des Hasses. Launenhaftigkeit hat viele Väter und Mütter. Ein Versuch der Annäherung.

Klassischer Auslöser: Schlafmangel

Ein wichtiger Auslöser für schlechte Laune ist häufig zu wenig oder schlechter Schlaf. Der Mensch verbringt durchschnittlich ein Drittel seines Lebens mit Schlafen. Kaum verwunderlich wenn sich schlechter Schlaf enorm auf Leben und Lebensqualität auswirkt. Kommt Schlafmangel nur hin und wieder vor, äußert er sich durch Augenringe, temporärem Leistungsabfall und Konzentrationsschwierigkeiten. Je häufiger schlechter Schlaf an unseren Energiereserven zehrt, desto schlechter kann die menschliche Psyche Alltagsstress auffangen. Schlechte Laune ist nur eine der Folgen. Schlaf ist nicht nur für die körperliche Gesundheit essentiell, sondern ebenso für die mentale Gesundheit. Schlechtschläfer sind dreifach häufiger gereizt als ausgeschlafene Menschen. Das Immunsystem regeneriert sich bei schlechtem Schlaf nur defizitär. Der Körper sucht Erholung und verarbeitet Alltagssituationen bei gutem Schlaf. Ergo: schlechter Schlaf bedingt sehr häufig schlechte Laune. Nach einer unruhigen Nacht empfiehlt sich eine ordentliche Portion frische Luft, ein reichhaltiges Frühstück und einige Portionen Meditations- und/oder Atemübungen. Letzteres hilft auch bereits am Abend vor dem Schlafengehen, um ruhiger und entspannter in den Schlaf zu gleiten. Apropos: Guter Schlaf hat viel mit guter, vertrauter Umgebung zu tun. Denken Sie einmal über religiöse Figuren oder sakrale Kunst nach in Ihrem Schlafgemach. Selbst wenn Sie nicht gläubig sind … solch fast archetypische Symbolik wie sie beispielsweise eine Marienfigur in sich trägt, hat Kraft, Ruhe und Ausstrahlung. Denken Sie darüber nach.

Die richtige Ernährung

Möchte man schlechter Laune aktiv vorbeugen, spielen noch andere Faktoren als der Schlaf eine gewichtige Rolle. Ernährung und Trinkverhalten liefern dem Körper Energie, sorgen für Leistungsfähigkeit und versorgen uns mit allen wichtigen Nährstoffen. Die Wirkung von bestimmten Lebensmitteln auf unseren Gemütszustand ist längst erforscht und mehrfach belegt. Sogar wie unterschiedlich das Alter die Wirkung bestimmter Nährstoffe beeinflusst. Unser Gehirn entwickelt sich bis zum 30. Lebensjahr vollständig aus und benötigt daher eher Lebensmittel, die den Dopamin- bzw. Serotoninspiegel anregen. Solche Effekte zeitigen beispielsweise Bananen, Schokolade und auch Süßkartoffeln. Die beiden Neurotransmitter übermitteln im Hirn bestimmte Informationen, wie den „Belohnungseffekt“ und werden daher auch als „Glückshormone“ bezeichnet.

Bei Erwachsenen ab 30 Jahren wird nicht mehr so viel Energie zur Entwicklung der Hirnströme verbraucht, eher zur Bekämpfung altersbedingter Moleküle die sich vermehrt bilden. Diese Moleküle verursachen psychische Störungen im Gehirn und können auch zu schlechter Stimmung beitragen. Um die Bildung der sogenannten „Freien Radikale“ einzudämmen und vielen Krankheiten vorzubeugen, werden Lebensmittel empfohlen die viele Antioxidantien enthalten. Beispiele sind Äpfel, Beeren, Nüsse oder Kartoffeln und Karotten. Auch der Flüssigkeitshaushalt hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Laune und Gemüt. Der Mensch besteht zu 75 Prozent aus Wasser. Führt man dem Körper nur 1,5 Prozent zu wenig Flüssigkeit zu, kann dies bereits zu erheblichem Stimmungsabfall beitragen. Das Gehirn sendet zwar bereits ein Durstsignal an den Körper, doch die negativen körperlichen Auswirkungen wie mangelnde Konzentration und Kopfschmerzen können indes bereits für eine negative Stimmung sorgen. Empfohlen sind mindestens 2 Liter Wasser, Tee, Apfelschorle pro Tag, besser deutlich mehr. Merken Sie sich: der Mensch ist eine Pfütze.

Dauerbrenner Bewegung

Die Botenstoffe im Gehirn – wie bspw. das erwähnte Dopamin – sind stark für die Stimmung verantwortlich. Forscher sind sich einig: Das richtige Maß an Sport und Bewegung löst unterschiedliche Reaktionen im Gehirn aus, die gezielt stimmungsaufhellend wirken. Eine Mischung aus anaeroben (langsamen) und aeroben (schnellen) Sportarten sind angeraten um schlechter Laune entgegen zu wirken. Krafttraining, Sprinten oder Gewicht heben sind hier Beispiele für anaerobe Sportarten. Laufen, Fahrrad fahren oder Jogging zählen zu den aeroben Sportarten. Und keine Panik, zirka zehn Minuten tägliche Ertüchtigung reichen aus um die Stimmungsrezeptoren signifikant zu stimulieren.

Der Einzug in den Alltag

Wer stetig mit Hass und/oder schlechter Laune zu kämpfen hat, sollte in den diversen oben genannten Punkten persönliche Defizite festgestellt haben. Diese anzugehen passiert nicht von alleine und auch nicht automatisch. Viel Wille, Stetigkeit und Selbstdisziplin sind gefragt. Gerade zu Beginn einer allgemeinen Umstellung in verschiedenen Lebensbereichen – also zu Beginn des persönlichen Change-Prozesses – heißt es konsequent bleiben. Mehr dazu im letzten Abschnitt-

Das ultimative Werkzeug gegen Hass, Missgunst und schlechte Laune

An dieser Stelle möchten wir unser Versprechen aus der Einleitung einlösen und Ihnen ein starkes Rezept an die Hand geben, Ihren Hass zu besiegen. Wenn wir sagen, dass Hass in erster Linie Selbsthass ist, klingt uns das selbst zu abgehoben, ja fast esoterisch. Dennoch liegt alle (!) Kraft nur bei uns, wenn es darum geht Herr oder Frau über eigene Affekte, Gefühle und/oder Emotionen zu bleiben.

Das Werkzeug ist ein gleichschenkliges Dreieck mit drei exakt gleich langen / gleich bedeutsamen Linien.

Die erste Linie ist die der sinnvollen Zielsetzung.
Eine sinnvolle Zielsetzung ist ein klares Etappen- oder Leistungsziel, das ich mir vornehme zu erreichen. Und das für mein Leben und meine persönliche Lebensqualität wirklich sinnhaft ist. Es sollte erreichbar, klar formuliert, mit einer Emotion verbunden und bestenfalls in einem größeren Sinnzusammenhang stehend sein.
Die zweite Gerade ist die Selbstdisziplin.
Jedes Ziel ist zu unterteilen in einzelne, kleine Teilziele, abgeschlossene Schritte auf dem Weg sozusagen. Im Rahmen meiner Haupt-Zielerreichung kann ich solche Schritte definieren und mich in der Folge hart selbst verpflichten, jene Schritte konsequent einzuhalten und nach Beginn zu einhundert Prozent zu Ende zu führen.
Die dritte Gerade unseres gleichschenkligen Werkzeugs-Dreiecks ist die unerbittliche Konsequenz ‚dran zu bleiben‘. Wenn ich ein Teilziel im Sinne des Hauptziels einmal definiert und mir selbst aufgetragen habe; dann darf ich niemals, wirklich niemals dem bequemen, möglicherweise lethargischen Gedankengut nachgeben, inne halten oder aufhören. Ein Beschluss im Sinne des Werkzeugkoffers ist ein Vertrag mit dem Selbst. Solche Verträge dürfen niemals gebrochen werden. Letzteres … der Biss … die Zähe … die Unerbittlichkeit mit dem selbst … ist der Kernaspekt unseres schier omnipotenten Werkzeugs.

Wie? Werkzeug?

Wenn Sie sich jetzt fragen, in welchem Zusammenhang dieser Werkzeugkasten und die wiederholte und konsequente Aktivierung desselben mit Ihrem Hass zu tun hat, dann lassen Sie sich eines gesagt sein: es gibt für Ihr Selbstbewusstsein, Ihre Zufriedenheit und Ihr Lebensglück kaum etwas Befriedigenderes als die erlebte Selbstwirksamkeit. Umso mehr Sie Ihre eigenen Ziele erreichen. Umso mehr Sie spüren und wissen lernen, dass Sie wirklich selbstwirksam sind. Dass Sie die Ziele, die sich sich setzen immer erreichen. Umso weniger werden Sie sich im Außen orientieren, schwachfühlen oder anderen etwas neiden. Diese Gefühle verschwinden schlicht und ergreifend und lösen sich in Luft auf, wenn Sie den Werkzeugkasten konsequent und unerbittlich mit sich selbst anwenden.

Probieren Sie es aus. Und erzählen Sie uns über Ihre Erfahrungen. Wir freuen uns drauf.

Mit dem Beginn der Klausurenphase beginnt- vor allem für viele Schüler und Studenten eine äußerst anspruchs- und stressvolle Phase, die sich vornehmlich durch ein gewaltiges Lernpensum auszeichnet. Die Lernmotivation hält naturgemäß oft in Grenzen. Oft finden sich unzählige andere Dinge, welche wichtiger erscheinen als zu Lernen. Man drückt sich vor der Arbeit oder prokrastiniert nur um dem Lernen aus dem Weg zu gehen. Doch die Klausuren rücken immer näher, während die wertvolle Zeit, welche zum Lernen notwendig ist, immer geringer wird. Was verbirgt sich also hinter Lernmotivation und wie kann ich diese besser verstehen und für mich nutzen?

Was ist Lernmotivation?

Unter Lernmotivation versteht man im Allgemeinen alle emotionalen und kognitiven Prozesse, die den Lernenden dazu bewegen, sich neues Wissen anzueignen. Wie stark die Lernmotivation bei jedem Einzelnen ausgeprägt ist, hängt grundsätzlich von den Persönlichkeitseigenschaften des Lernenden als auch von der jeweiligen Situation ab. Die Lernmotivation setzt sich aus verschiedenen Unterkategorien zusammen. Zunächst unterscheidet man zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Unter intrinsischer Motivation versteht man jene Beweggründe, die einem inneren Anreiz entspringen. Das kann unter anderem auch das eigene Empfinden nach Sinnhaftigkeit und Interesse sein. Solange die Motivation aus einem inneren Antrieb heraus erfolgt, gilt diese als intrinsisch.

Dahin verlangt extrinsische Motivation einen externen Einfluss oder Auslöser, um das benötigte Maß an Motivation zu finden. Extrinsische Faktoren lassen sich in soziale, materielle oder monetäre Motive unterteilen. Neugier, Interesse, beruflicher Aufstieg, gesteigerte soziale Wahrnehmung des Umfeldes, aber auch Bestrafung im Sinne einer negativen Konsequenz können als Manifestation zur extrinsischen Motivation beitragen.

Sieben Tipps für mehr Motivation beim Lernen

  1. Setze dir Ziele:
    Bevor du mit dem Lernen beginnst, setze dir von vornherein Ziele und versuche diese zu erreichen. Wichtig dabei ist, dass du sie realistisch gestaltest. Denn erreichst du deine festgelegten Ziele, wird das deine weitere Lernmotivation bestärken.
  2. Lerne im Team
    Suche dir Freunde, Mitschüler oder Kommilitonen, die in derselben Situation sind wie du und im besten Fall noch dasselbe Lernen müssen. So könnt ihr euch über die Lernthemen austauschen und sogar gemeinsame Lerngruppen bilden.
  3. Setze dir Deadlines
    Wenn du dich künstlich unter Zeitdruck setzt, kann das deine Lernmotivation steigern, denn du willst in keinem Fall versagen. Trage dir die Deadlines in den Kalender ein und halte sie dir ständig vor Augen.
  4. Motiviere dich durch Belohnungen
    Belohne dich selber sobald du ein Ziel erreicht hast und bis zur Deadline alle Vorhaben geschafft hast. Da du die Belohnung auf keinen Fall verpassen willst, wirst du motivierter sein, das Lernen zu beginnen oder weiter zu lernen.
  5. Integriere das Lernen in deinen festen Tagesablauf
    Lege dir einen Lernplan an, wann du anfängst zu lernen, wie lange du an einem Tag lernen willst und was du lernst. Hangelst du dich an diesem Plan entlang steht dem Erfolg nichts mehr im Weg. Auch hier gilt: Setze dir realistische Ziele und plane Lernpausen mit ein!
  6. Vermeide Ablenkung
    Sorge dafür, dass du konzentriert und in Ruhe arbeiten kannst. Vermeide jegliche Ablenkung, wie Serie währenddessen schauen oder Musik hören. Schaffe dir ein Arbeitsumfeld mit allen nötigen Utensilien und Unterlagen.
  7. Bewegung, frische Luft und ausreichend Wasser
    Wenn du merkst, dass die Lernmotivation nachlässt, bewege dich. Oft hilft es, einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Außerdem ist es sinnvoll regelmäßig zu lüften und genug zu trinken.

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