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Das Paradigma des Steinmetzes

Gerade hatte ich einen interessanten Mail-Austausch mit einem sehr guten Freund. Es ging um ein Projekt, das für ihn subjektiv trotz viel Aufwands keinen Nutzen bringt und das er daher beenden will. Eines steht fest, jeder hat eine eigene Strategie auf dem Weg zum ganz persönlichen Erfolg. Und das ist auch gut und richtig so, denn die Menschen sind zum Glück verschieden. Ich für meinen Teil bin überzeugt, dass die Strategie um die es geht, eine der besten überhaupt ist. Auch wenn sie Übung, viel „Try-und-Error“, ständigen Selbstzwang zur persönlichen Spitzenleistung und viel Geduld braucht.

In dem Zusammenhang dachte ich an eine alte Geschichte, die mir mal einer meiner Mentoren erzählt hat. Ich nenne sie das Paradigma des Steinmetzes und gebe Sie hier gerne in Form eines Dialogs zum Besten. Die beiden fiktiven Charaktere nenne ich Hans und Charlie:

Hans: „Ist der Typ irre? Der hat jetzt schon 653. mal mit seinem Vorschlaghammer auf den riesigen Felsbrocken gehauen und das Ding zeigt keine Regung.“

Charlie: „Das ist das Paradigma des Steinmetzes.“

Hans: „Wie bitte? Das sieht mir eher aus wie eine Beschäftigungstherapie.“

Charlie: „Nein, nein, das ist das Paradigma des Steinmetzes. Ziemlich klug.“

Hans: „Sechshundertfünfzig mal auf einen Stein zu hauen, der klar ersichtlich null Schaden nimmt? Schwielen an den Fingern. Durchnässte Klamotten. Was soll daran klug sein?“

Charlie: „Es ist sogar sehr klug. Der Mann ist Steinmetz. Er weiß, dass der Felsen seine Integrität verliert. Mit jedem Schlag ein bißchen mehr.“

Hans: „… jetzt sind es schon 658 … das ist doch beschränkt! Paradigma? Schwachsinn.“

Charlie: „Es ist seine Strategie. Etwas, dass er einmal als richtig erkannt hat. Das hat sein Lehrmeister ihm beigebracht. Und er glaubt daran, weil er es anderweitig schon zigfach beobachtet hat.“

Hans: „So ein Quatsch, gleich kippt der Typ um. Dann hat er’s.“

In diesem Moment – es muss der 678 oder der 679. Schlag gewesen sein – brach der vorher scheinbar unversehrte, drei Meter Umfang messende Felsen mit einem lauten Knirschen in der Mitte auseinander.

Und was ist die Moral von der Geschicht‘? Das Leben ist ein Marathon und kein Sprint nicht ;-).

Heute habe ich wieder mal ein Schmankerl aus dem Netz betreffend das Spannungsfeld Glaube – Motivation. Nein, nicht im konfessionellen Sinne ‚Glaube‘ – auch wenn das natürlich genauso legitim ist. Fakt ist aber – und das ist die Crux des kurzen Videos – wenn Sie nicht an Ihren Erfolg oder das erklärte Ziel glauben, dass Sie anstreben, dann haben Sie sich damit selbst den härtesten Steinblock in den Weg gelegt. Sind nur drei Minuten, aber der Sprecher kommt wirklich gut auf den Punkt.

Kurzes Zitat-Schmankerl: „Der Mensch ist nur das, wozu ihn die Gedanken machen, denen er gestattet, seinen Geist zu beherrschen. Gedanken, denen sich der Mensch bewusst öffnet. Die er mit positiven Gefühlsregungen verbunden in sich einlässt. Sie werden zu Triebkräften seiner Entwicklung, seines Auftretens und seines Handelns. Klasse, oder? Viel Spaß:

Sich selbst pro-aktiv und auf eigenen Wunsch für Erstrebenswertes zu motivieren ist vor allem für Selbständige aber eigentlich für jeden Menschen eine sehr wichtige Fähigkeit. Wie man das angehen kann bzw. worauf es ankommt, darum geht es in einem Artikel auf foerderland.de

Hier entlang zu den Motivations-Basics auf foerderland.de: Die Dynamik der Selbst-Motivation.

Berater, Trainer und Coaches müssen sich etwas einfallen lassen, wenn es um die Motivation potenzieller Neukunden geht. Die bloße Publikation der eigenen Expertise reicht nicht aus, sich auf dem breiten Markt unterschiedlichster Anbieter zu positionieren. Marketing-Leute würden das die Suche nach Alleinstellungsmerkmalen nennen. Uns interessiert der motivatorische Aspekt dahinter.

Business-Retreats, Loslass-Training in den Alpen und Resilienz-Coaching auf Menorca oder Lanzarote. Den Alltag und damit die eigenen Problem hinter sich zu lassen ist ein wichtiger Parameter, wenn es um die Bewältigung von beruflichen oder privaten Problemen geht. Neben diesem Leitbild geht es Coaches, Trainern und Beratern aber auch um die Inszenierung publikumswirksamer Events. Denn der Markt ist eng geworden im Bereich der „Psychotherapie light“. Umso pointierter und extravaganter die Angebote, umso mehr nehmen sie die wichtigste Hürde in einer reiz gefluteten Welt: die der Aufmerksamkeit.

Aber sind es wirklich nur Vermarktungs-Motive, die Mental-Unternehmer bewegen, besondere Coaching- und Trainings-Formate anzubieten? Wir denken nein, denn in der Tat lassen sich Probleme laut Einstein in aller Regel nicht auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind. Abstand tut not. Wenn also der Business-Schamane Gerardo Laempe einen Retreat auf Kolumbien im Angebot hat, dann hat das neben der Markt-Wirkung sicher auch eine inhaltliche Rechtfertigung. „Loslassen“ wird hier faktisch praktiziert, auch wenn die Umsetzung für westliche Beobachter zunächst seltsam anmutet – zu bestaunen auf Vimeo, Suchstring „Gerardo Laempe“. Marcel und Stählin aus Winterthur in der Schweiz bieten Segel-Coaching für Paare an. auf Ihrer Website sprechen die beiden von der Möglichkeit sich bei einem solchen Abenteuer wieder näher zu kommen, „hautnah mitzuerleben“ was es bedeute „den Kompass neu auszurichten, zur Ruhe zu kommen und Ziele am Horizont zu erreichen“. Scheint Sinn zu machen, oder nicht? Interessant wäre in dem Kontext sicher die Frage, inwieweit sich solche Rituale dann in den Alltag mit hinüber retten lassen. Was uns in den Sinn kommt, wenn wir über Abschalten und urwüchsige Natur nachdenken ist Lanzarote bzw. die Kanaren. Dort zu segeln – zum Beispiel mit dem ansässigen Kanaren-Segeln-Team von Lavacharter – bzw. die von Lava geformte Landschaft von Meeres-Seite zu bestaunen, das ist Loslassen pur. Aber das ist wohl wie alles andere Geschmacksache.

 

Markieren Sie Ihren Erfolg

Es gibt ja Menschen, die behaupten der Appetit käme beim Essen. Vielleicht ist das gar nicht einmal so falsch und in gewisser Weise gilt dieser Grundsatz auch für das Thema Motivation. Bekanntlich ist nichts schwerer als der erste Schritt, aber auch wenn damit schon mal eine ganze Menge geschafft ist, will man doch auch danach motiviert werden.

Was die leckere Portion Spaghetti Bolognese für den Appetit ist, ist der Erfolg für die Motivation. Und dabei zählen natürlich die kleinen Erfolge des Alltags genauso, wie ein großer Erfolg, den man nicht alle Tage erreichen kann – schließlich findet nicht jeden Tag ein Marathon vor der eigenen Haustür statt. Und wer etwa an der Küste lebt, wird nicht jeden Tag einen Berg besteigen können. Aber er kann trotzt „Schietwetter“  nach der Arbeit noch einen Spaziergang über den Deich machen, obwohl – oder vielleicht gerade deswegen – er dazu alles andere als Lust hatte.

Legen Sie sich einen großen Kalender zu, den brauchen Sie nicht für Termineintragungen oder für was man Kalender eben so braucht. Dieser Kalender soll nur für die kleinen Erfolge des Alltags da sein. Markieren Sie Tage, an denen Sie einen solchen Erfolg hatten, wenn Sie es in 3D mögen, bieten sich Datumsklammern oder Pfeilklammern an. Sie werden sehen, Ihr Kalender wird immer dicker und damit erfolgreicher werden. Aber wie bereits erwähnt, wichtig ist vor allem auch, dass sie sich nicht in falscher Bescheidenheit üben und sich durchaus auch den ein oder anderen Erfolg zugestehen.

Mit dieser Methode können Sie bald auf eine ganze Reihe an erfolgreichen Tagen zurückblicken, ohne sich vielleicht bei jeder Klammer zu erinnern was genau dahintersteckt. Vielleicht grübeln Sie dann ein wenig und kommen drauf. Manche Gehirnforscher glauben, dass sei genauso, als würde man das Gefühl noch einmal erleben.

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